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Optimierung der Auslastung im Spa

Personalauslastung, Raumauslastung & Yield Management

Die effiziente Nutzung von Personal und Räumen ist der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg eines Spa-Betriebs. In diesem Artikel erhältst Du einen detaillierten Einblick in das enorme Potenzial bei der Auslastung – basierend auf Beispielrechnungen, die zeigen, wie viel Umsatz generiert werden kann, und welche Herausforderungen dabei zu berücksichtigen sind. Außerdem beleuchten wir, wie Räume durch Behandlungen, die ohne Personal durchgeführt werden können, noch effizienter genutzt werden können. Neugierig, was heutzutage alles möglich ist?

Optimierung der Personalauslastung – Beispielrechnung

Eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Spa-Betriebs ist die optimale Auslastung des Personals.
Hier eine detaillierte Beispielrechnung einer Spa-Fachkraft, die Vollzeit arbeitet – an 21 Tagen pro Monat:

  • Gesamtstunden pro Monat:
    169 Stunden (Vollzeitbasis)

  • Abzüge:

    • Urlaub: 20 Stunden

    • Krank: 8,5 Stunden (Ø 5%)

    • Reinigung: 10,5 Stunden (Ø 0,5 Stunden pro Tag)

  • Effektive Arbeitszeit:
    Das ergibt ca. 130 Stunden pro Monat, die direkt für Behandlungen genutzt werden können.

Da die Fachkraft wirtschaftlich sinnvoll bei 70 % Auslastung arbeitet, werden aus den 130 Stunden etwa 91 Stunden tatsächlich für Treatments geplant.
Wird der Personalaufwand weiter in reine Behandlungszeit umgerechnet (unter Berücksichtigung von Rüstzeiten von ca. 20% hier ca. 18 Minuten, die vorab rausgerechnet werden), verbleiben etwa 73 Stunden pro Monat für die reine Behandlung.
Da die Fachkraft an 21 Tagen arbeitet, entspricht dies einer durchschnittlichen Behandlungszeit von etwa:

  • 73 Stunden / 21 Tage ≈ 3,5 Stunden pro Tag

Bei einem durchschnittlichen Umsatz von € 1,20 pro Minute resultiert daraus:

  • 3,5 Stunden pro Tag = 210 Minuten

  • Umsatz pro Tag: 210 Minuten × € 1,20 = € 252

  • Umsatz pro Monat: 21 × € 252 ≈ € 5.292

Diese Rechnung zeigt, welches Umsatzpotenzial in der optimalen Personalauslastung steckt – vorausgesetzt, alle Rahmenbedingungen stimmen.

Optimierung der Raumauslastung

Ein Spa-Raum bietet eine hohe theoretische Kapazität, die jedoch häufig nur teilweise genutzt wird:

  • Öffnungszeiten pro Tag:
    Ein Raum ist täglich von 09:00 bis 20:00 Uhr geöffnet – das entspricht 11 Stunden pro Tag.

  • Monatliche Raumkapazität:
    Bei 30 Tagen ergibt das 11 Stunden × 30 = 330 Stunden pro Monat.

Wird ein Raum von der oben beschriebenen Fachkraft, die effektiv 91 Stunden für Behandlungen einplant, betreut, ergibt sich:

  • Tatsächlich genutzte Raumzeit: ca. 91 Stunden pro Monat

  • Ungenutzte Raumzeit: 330 Stunden – 91 Stunden = 239 Stunden

  • Prozentuale Raumauslastung: ca. 91/330 ≈ 28 %
    Das bedeutet, rund 72 % der Raumkapazität bleiben ungenutzt.

Erschwerende Faktoren:
  • Krankheit und Urlaub: Unvorhergesehene Ausfälle reduzieren die verfügbare Personalzeit erheblich.

  • Teilzeit und flexible Arbeitsmodelle: Oft stimmen die Arbeitszeiten von Teilzeitkräften nicht mit den kompletten Raumöffnungszeiten überein.

  • Erforderliche Pausen: Notwendige Pausen und Schichtwechsel mindern die effektive Nutzungszeit.

Diese Faktoren führen dazu, dass es in der Praxis oft unmöglich ist, die Räume in vollem Umfang auszulasten – selbst wenn theoretisch noch viel Potenzial vorhanden ist.

Optimierungsmöglichkeiten:
  • Moderne Technologien:
    Digitale Buchungs- und Verwaltungssysteme ermöglichen das Echtzeit-Monitoring der Raumbelegung und helfen, Leerlaufzeiten zu identifizieren und kurzfristig zu füllen.

  • Flexible Raumkonzepte:
    Räume können nicht nur für klassische Behandlungen genutzt werden – moderne Konzepte ermöglichen es, sie für selbstständige Behandlungen ohne Personal oder für zusätzliche Angebote wie Gruppenkurse, Workshops oder digitale Beratungen umzunutzen.

  • Dynamisches Yield Management:
    Erhöhte Preise in stark frequentierten Zeiten (z. B. abends und am Wochenende) steigern den Umsatz. Ein innovativer Ansatz ist, einen Teil des zusätzlichen Umsatzes als Bonus an das Personal in diesen Schichten weiterzugeben, um diese Zeiten besser zu besetzen.

Dynamisches Yield Management und Preisdifferenzierung

Yield Management ermöglicht es, die Preise an die jeweilige Nachfrage anzupassen. In Spitzenzeiten zahlen Gäste mehr – was besonders vorteilhaft ist, wenn es schwerer ist, Personal für diese Zeiten zu finden. Durch dynamisches Pricing und Preisdifferenzierung kannst Du:

  • Höhere Preise in Spitzenzeiten erzielen:
    So erhöhen sich Deine Umsätze, wenn der Raum stark nachgefragt ist.

  • Preise in Nebenzeiten senken:
    Zusätzliche Sonderangebote oder Rabatte können dabei helfen, auch in Zeiten mit geringer Nachfrage die Räume zu füllen.

  • Bonusmodelle:
    Ein Teil des durch Yield Management erzielten Mehrumsatzes kann als Bonus an das Personal weitergegeben werden, das in Spitzenzeiten arbeitet. Dies erhöht die Attraktivität dieser Zeiten für qualifiziertes Personal und sichert so die hohe Servicequalität.

Fazit: Synergien für maximale Auslastung und Umsatzpotenzial

Die optimalen Einsätze von Personal und Räumen sind zentrale Hebel für den wirtschaftlichen Erfolg Deines Spa-Betriebs. Unsere Beispielrechnung zeigt deutlich:

  • Eine Spa-Fachkraft, die an 21 Tagen im Monat arbeitet, erreicht bei 70%iger Auslastung ca. 3,5 Stunden reiner Behandlungszeit pro Tag, was monatlich einen Umsatz von rund € 5.300 generiert.

  • Demgegenüber bietet ein Spa-Raum mit 330 Stunden Kapazität pro Monat ein enormes Potenzial – allerdings wird er aktuell nur zu etwa 28 % genutzt, was 72 % Leerlauf bedeutet.

Die Herausforderungen wie Krankheitsausfälle, Urlaub, Teilzeiteinsatz und notwendige Pausen zeigen, wie schwierig es ist, Räume voll auszunutzen. Doch moderne Technologien, flexible Raumkonzepte und dynamisches Yield Management bieten hier innovative Lösungsansätze. Räume können – auch durch Behandlungen ohne Personal – besser ausgelastet und diversifiziert werden, sodass unterschiedliche Preissegmente bedient werden können.

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